Methoden

Während der vergangenen zwölf Jahre habe ich mich in mehreren Methoden ausbilden lassen und viele Fortbildungen besucht. Dadurch ist es mir möglich, Menschen auf unterschiedliche Art und Weise ganz individuell zu begleiten. Meine Basis bildet die sinn- und wertorientierte Psychotherapieform "Logotherapie und Existenzanalyse" von Viktor Frankl: eine wunderschöne Methode, dem Leben im Jetzt und Hier mit Blick in die Zukunft zu begegnen. Sie orientiert sich ganz and der Klientin/dem Klienten und konzentriert sich auf das Gute und Wertvolle im Leben.
Etwas mehr dazu gibt es hier!

Dazu kamen verschiedene Kurse im Bereich Sexualität bis zum Beginn zur Ausbildung zur Sexualberaterin/Sexualpädagogin 2022. Sexualität ist ein zentrales Thema , das oft mit Scham und Verlegenheit besetzt ist und das viel Raum für persönliche Entwicklung und Sensibilität schenkt.

 

Weitere Themen, die mein Interesse binden, sind:

- Traumapädagogik

- Achtsamkeitstraining

- sämtliche Themenbereiche bezüglich Jugend und Familie

Welchen Weg wir wählen, welche Ansätze wir kombinieren - das liegt ganz an der Auftragsstellung, welche in der ersten bis zweiten Beratungsstunde geklärt wird.

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Beratungsansätze und Arbeitstools

Hier sehen Sie eine Auflistung meiner Beratungs- und Begleitungsmethoden mit einer kurzen Beschreibung. Möchten Sie eine umfassendere Beschreibung zu meinem Menschen- und Weltbild, so finden Sie das hier!

Gesprächstherapie -
Logotherapie und Existenzanalyse

Die von Viktor Frankl erarbeitete "Logotherapie und Existenzanalyse" ist eine Form von Psychotherapie, die auf Sinn und Wert basiert. Die "Existenzanalyse" meint die Erkennung des aktuellen Ist-Zustands, welche offen darlegt, welche Themen zum jeweiligen Zeitpunkt das Leben bewegen und welche Lebensbereiche genauer betrachtet werden wollen. Die "Logotherapie" ist die praktische Umsetzung Frankls Ansätze, welche Sich zusätzlich auch noch um "Verantwortung", "Gewissen", "Bedürfnisbefriedigung", "Vergebung" und "Haltung" drehen.

Viktor Emil Frankl war ein erfolgreicher Arzt und Psychiater, welcher aufgrund seiner religiösen Zugehörigkeit ins KZ verschleppt worden war. Die Monate, die er dort verbringen mussten, waren die schlimmsten seines Lebens, und zugleich legten sie den finalen Grundstein für seine Therapieform, welche er daraus entwickelt hatte. Um die Zeit dort zu überstehen, brauchte Frankl Gründe: er erkannte einen höheren Wert in seinem Leben, ganz ungeachtet der derzeitigen äußeren desaströsen Umstände - und der bestand darin, seine Familie und Freunde wieder sehen zu wollen. Nachdem er befreit wurde, musste er erfahren, dass fast alle geliebten Menschen die Zeit im KZ nicht überlebt hatten. Innerhalb weniger Tage schrieb er sich seinen Kummer in seinem Bestseller "Trotzdem Ja zum Leben sagen" vom Herzen und begab sich tief in die Kraft der Vergebung, welche er als ein zentrales Gut sieht, um im Leben wahrlich weiterkommen und abschließen zu können. Vergebung dient dem Selbst, dient dem inneren Gleichgewicht und der Fähigkeit zur positiven Lebensbewertung. Vergebung bedeutet nicht, schlimme Erfahrungen rechtzufertigen oder sie gar gut zu heißen. Zu verzeihen bedeutet am Ende Akzeptanz dessen, was ist, mit der Intention, nach vorne zu blicken und weiter zu machen: von vorne zu beginnen. Die Haltung zu ändern. Die Einstellung zu erweitern und zu leben.

"Sinn im Leben muss gefunden werden; er ist nicht angeboren."

Wofür ist das eigene Leben gut?
Geht das eigene Wirken in etwas auf, das größer ist, als man selbst?
Wer bin ich und wer möchte ich sein?

Krisen fühlen sich für viele Menschen bedrohlich und beängstigend an, doch bergen sie zugleich die Chance zu (großen) Veränderungen.

Die Umsetzung in meiner Praxis sieht vor, am aktuellen Wertesystem zu arbeiten und dem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Zeitgleich unterstütze ich meine Klient*innen darin, sich der eigenen Stärken bewusst zu werden. Die Logotherapie arbeitet mit dem Gedanken der Eigenermächtigung und animiert dazu, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Sie gräbt weniger in der tiefen Vergangenheit, sondern konzentriert sich mehr auf Gegenwart und Zukunft. So ist die Logotherapie kein starres Konstrukt, sondern arbeitet immer individuell und klient-orientiert.

Traumapädagogik

"Traumapädagogik" ist ein Sammelbegriff für verschiedene Ansätze und Methoden, um Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen zu unterstützen. Im Vordergrund stehen nicht nur pädagogische Konzepte, sondern auch eine allgemeine Haltung zum Leben und der bedürfnisorientierte Umgang mit Betroffenen. Traumatisierte Menschen haben Erfahrungen hinter sich, oder waren Zeuge davon, die am schmalen Grat zwischen Leben und Überleben stattfanden. Betroffene Personen erlebten eine maximale Grenzerfahrung, welche sie mit der bisherigen Lebenserfahrung nicht verarbeiten können. Es gibt verschiedene Arten von Trauma - je nach Schweregrad, Intensität und Dauer des Erlebten. Ein besonders tiefes Trauma ist das Entwicklungstrauma, welches in der Kindheit beginnt und schwerwiegende Auswirkungen auf das gesamte Leben hat.

Eine besondere Rolle in der Traumaverarbeitung spielt das Gehirn, welches eine gewisse Schutzfunktion aktiviert, wenn das, was wir erleben, so schwer wiegt, dass wir es nicht ohne seelische Verletzungen verarbeitet werden kann. Das Wissen um neurologische Bedingungen kann mitunter hilfreich sein und Menschen etwas von ihren Ängsten befreien.

Menschen reagieren unterschiedlich auf schreckliche Erfahrungen: manche grenzen sich so ab, dass sie das Erlebte vergessen (verdrängen), andere verstummen oder werden besonders laut. Dazu kommen unterschiedliche emotionale Reaktionen. Die vermutlich bekannteste Traumafolgestörung ist die "PTBS - Posttraumatische Belastungsstörung". Zu ihrem Charakter zählen kaum nachlassende Furcht auch nach einem Monat und die fehlende Fähigkeit, das Erlebte ins Leben zu integrieren. Das Gute: PTBS ist gut behandel- und bearbeitbar. Es ist bei guter Begleitung möglich, sich von schmerzhaften Erfahrungen zu lösen und sie als Teil des Lebens zu akzeptieren.

EMDR

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" und bedeutet "Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung". Dr. Francine Shapiro entwickelte die Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen.

Mittels einfacher Handbewegungen wird die betroffene Person in einen Zustand versetzt, welcher Zugang zu einer tieferen Bewusstseinsebene herstellt. Dadurch lassen sich etwa leichte (ohne psychiatrische Diagnose ! ) Ängste gut verarbeiten und ein dauerhafter Entspannungszustand kann sich einstellen.

Achtsamkeitstraining

"Achtsamkeit als Mutter des Wohlbefindens."

Es gibt zwei Richtungen, in die der Mensch seine Achtsamkeit richten kann: nach innen oder nach außen. Bei der Achtsamkeit nach außen kommen die fünf menschlichen Sinne (hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen) zum Einsatz. Mithilfe jener nehmen wir unsere Umwelt wahr und stehen mit ihr in Verbindung. Befinden wir uns im leichten Schockzustand oder einer anderen leichten Form von Ausnahmezustand, so kann es helfen, sich auf die sinnliche Wahrnehmung zu konzentrieren, um den eigenen Körper wieder wahrzunehmen. Dies gelingt sowohl über Hautreize, als auch die Augen zu öffnen und die Umgebung visuell wahrzunehmen, durch das Riechen oder etwas zu zählen.

Richten wir unsere Achtsamkeit nach innen, so kommen wir uns auf andere Art und Weise nah. Aufmerksamkeit nach innen bedeutet für viele, in den Körper zu kommen, Ruhe zu finden und Zugang zur eigenen Intuition zu erlangen.

Mittels verschiedener Übungen schult der Klient/die Klientin im Rahmen der Beratungseinheit seine/ihre Sinne und lernt Bewusstsein und Handlungsfähigkeit über die eigenen Emotionen. Achtsamkeitsübungen eignen sich nicht bei manchen psychischen Erkrankungen. Achtsam zu sein, bedeutet auch aufmerksam zu sein. Achtsamkeit bringt uns ins Jetzt und Hier - in den gegenwärtigen Augenblick. Der einzige Moment, wo tatsächlich Leben stattfindet. Alles andere ist vergangen oder liegt in der Zukunft.

bewusste Alltagsgestaltung

"Die Kunst besteht darin, im Alltäglichen das Besondere zu sehen!"

 

Mithilfe von Ritualen, automatisierten Handgriffen und sinnvoller Arbeitseinteilung lässt sich der Alltag einfacher gestalten. Routine, Struktur und klare Fokussierung geben einen sicheren Rahmen und bringen Stärke und Stabilität.

In der Beratungseinheit suchen wir gemeinsam nach den "wunden Punkten" im Alltag und deren Vereinfachung. Dabei bedient sich die Klientin/der Klient vorhandener Stärken und Ressourcen und nutzt das eigene Potential. Auch hier fließt der logotherapeutische Lebensansatz mit hinein, indem der tiefere Sinn und Wert der Arbeitserleichterung bewusst gemacht werden.

Aufstellungsarbeit

Manchmal kann es hilfreich sein, das Leben als ein Spiel, ein Theater, oder eine Inszenierung zu betrachten. Dies führt im besten Fall in eine Selbst-Distanz, welche es ermöglicht, Situationen und Erlebnisse weniger emotional zu betrachten. Während das Ausleben von Emotionen an sich für viele etwas Positives ist, ist es dennoch hiflreich, auch in emotionalen Momenten aktiv und handlungsfähig bleiben zu können. Dies gelingt besonders in Affektmomenten leichter, wenn eine gesunde Distanz zum eigenen Fühlen gewahrt werden kann.

Bei einer Aufstellung werden mittels verschiedener Figuren und Gegenstände (Familien)Konstellationen sichtbar, die uns ermöglichen Dingen, Erfahrungen und Zusammenhängen neutraler zu begegnen. Aufstellungsarbeit erweist sich besonders sinnvolll, um Verbindungen sichtbar zu machen und einen klaren Blick über das Erlebte zu bekommen.