.. hin zur Weiblichkeit, hin zum Mensch sein ..

.. ja, es ist ungewohnt, wenn wir Frauen unser Leben in die Hand nehmen.

Egal ob sexuell, emotional, beruflich, beziehungs- oder erziehungsbezogen - Frauen, die in ihre Kraft kommen, die ihre Tiefe entdecken, die beginnen die Wilde Frau in sich zu leben, können sogar einschüchternd wirken. Viele Frauen nehmen sich erst nach vielen Jahren, mitunter durch das Versorgen ihrer Kinder, wieder in ihren Beziehungen wahr. Viele erkennen, dass sie jahrelang bei Weitem nicht ihr volles Potenzial gelebt haben und entdecken (mit Frust), was sie vermeintlich versäumt haben oder in welchen Bereichen sie zu lange nicht liebevoll auf sich selbst geschaut haben. Andere erkennen, welche Aspekte ihrer selbst, sie (aufgrund der Beziehung) aufgehört haben, zu leben - aufgehört haben, sie selbst zu sein

Das kann verschiedene Gefühle hervorrufen. Frustration, Traurigkeit, Wut, das Verändern der eigenen Bedürfnisse..

Während uns Frauen solch eine Erkenntnis stärker mit uns selbst verbindet und unser kreatives Potenzial entzündet, entstehen in vielen dazugehörigen Männern Unsicherheiten. Skeptisch wird die "neue" Frau begutachtet, beobachtet, bewertet. An manchen Männern kratzt das Ego, sie fürchten um ihre vermeintliche Männlichkeit.

Wir sind seit Jahrhunderten an die typische Rollenverteilung Mann verdient Geld, Frau versorgt den Nachwuchs, gewöhnt. Interessant finde ich, dass auch Menschen, die sich geistig und im Alltag scheinbar über diese Rollenverteilung hinwegbewegt haben, immer wieder getriggeret werden, wenn sie in eine Situation kommen, in der jene gewohnte typische Rollenverteilung  nicht eintritt. So kommt es schon vor, dass Partner ihre Stellung in der Familie bedroht fühlen und sich das Ego meldet.

Eine Frau, die ihre feminine Essenz entdeckt hat, hat ganz klar eine andere Ausstrahlung und ein anderes Wirken auf andere. Hat sie jene jahrelang nicht oder nie zuvor gelebt, ist das natürlich befremdlich für den Mann an ihrer Seite.

Hier gilt es, behutsam zu sein, einfühlsam und verständnisvoll. Nicht nur wir Frauen sollten uns von Generationen übergreifenden Mustern verabschieden, auch auf männlicher Seite wäre es schön, würden die eigenen Rollen und Muster überdacht und verändert.

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Lange Zeit habe ich   Demut   nicht verstanden.
Doch heute bin ich dankbar und voll Demut.
Heute spüre ich die Liebe,
heute spüre ich das wunderbar rot strahlende Netz, das mich mit so vielen Frauen verbindet.
Heute bin ich frei von Schmerz, heute bin ich frei von Angst.
Heute bin ich voller Zuversicht und Vertrauen.
Danke.